Die Jungfrau von Orleans begegnet König Karl VII.
Johanna hört seit ihrem 13. Lebensjahr die Stimmen des heiligen Michael, der heiligen Katharina, der heiligen Margarete, die sie auf eine beispiellose Mission vorbereiten. Seit der Schlacht von Azincourt und dem Vertrag von Troyes (1420), "herrscht grosses Wehklagen im Königreich Frankreich", das den Hundertjährigen Krieg und eine doppelte Monarchie zu Gunsten Englands erleidet.
Johanna kommt nach Chinon, um vom zukünftigen König von Frankreich, Karl VII., empfangen zu werden. Um sie zu prüfen, versteckt er sich in einer Gruppe von Höflingen, doch Johanna, die ihn vorher nie gesehen hat, wird von ihren Eingebungen geführt, geht geradewegs auf ihn zu und sagt, es sei ihre Mission "die Engländer aus Frankreich zu verjagen" und dass er in Reims zum legitimen König von Frankreich gekrönt werden würde. Sie überzeugt den König und seine Theologen und erhält eine kleine militärische Einheit und eine Rüstung. In einer Eingebung erhält sie den Befehl, hinter dem Altar der Kirche der Heiligen Katharina von Fierbois nach einem Schwert mit fünf Kreuzen zu suchen, das die Überlieferung Karl Martell zuschreibt. Bevor sie in Richtung Orleans aufbricht, lässt sie eine Standarte anfertigen, auf die sie Christus zwischen zwei Engeln malen, und die Namen "Jesus, Maria" sticken lässt.
Gegrüßet seist Du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit Dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.